10 wertvolle Tipps, wie du keine Lebensmittel mehr verschwendest

Wusstest Du, dass jeder Haushalt in Deutschland 55 kg Lebensmittel pro Jahr verschwendet?

Bei 41.5 Millionen privaten Haushalten sind das schockierende 2.3 Millionen Tonnen.

Soviel wiegen 12.105 Blauwale mit einem Durchschnittsgewicht von 190 Tonnen, oder 32,685 Millionen  Menschen zusammen.

Wie hoch wäre ein solcher  Berg Müll? Auf jeden Fall ist er eine bittere Vorstellung, oder? Nicht nur weil anderswo auf der Welt Menschen Hunger leiden, sondern auch, weil wir damit unserem Klima schaden.

Die Bundesregierung gibt dazu genaue Auskünfte: Wenn wir nur 1 kg Äpfel wegwerfen, vergeuden wir 820 Liter Wasser und damit in etwa fünf volle Badewannen. Denn so viel brauchen die Früchte, um produziert und verkauft zu werden. Doch das ist im Vergleich sogar noch wenig. Ein Kilogramm Käse verbraucht mehr als 5000 Liter Wasser und ein Kilogramm Fleisch mehr als 16.000 Liter!

Aber weil den meisten Menschen dieses Ausmaß überhaupt nicht bewusst ist, machen wir uns wenig Gedanken darüber, wenn mal wieder was in der Tonne landet.

Lass uns gemeinsam ein größeres Bewusstsein schaffen, indem wir solche Fakten weitererzählen und uns einmal ansehen, warum wir so viel verschwenden und was wir dagegen tun können.

Welche Lebensmittel landen am häufigsten in der Tonne?

Am häufigsten wird Gemüse und Obst weggeschmissen. Das liegt wohl daran, dass wir schon kleine Schönheitsmacken überbewerten, aber auch an falscher Lagerung oder daran, dass wir von vornherein zu viel einkaufen.  Dabei kannst Du aus „altem“ Obst noch wunderbar Marmelade kochen. Oder ein Chutney.

Direkt nach Obst und Gemüse landen Backwaren und gekochtes Essen oft im Müll. Erinnerst Du Dich an den Spruch: Da waren die Augen größer als der Magen? Wenn wir mit Heißhunger kochen oder beim Bäcker einkaufen, dann übertreiben wir es oft ein wenig, weil wir Angst haben, sonst nicht satt zu werden. Am Ende bleibt aber gerade dann oft etwas übrig.  Oder?

Hier besserer Tipp, Brot, das du wegwerfen willst, zu verwenden. Aus hartem Brot kannst Du Paniermehl machen. Das Brot entweder reiben oder im Mixer kleinmachen.

Zuletzt schmeißen wir häufig Lebensmittel weg, deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Kennst Du den Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum?

Nur das Verbrauchsdatum (VH) sagt Dir, dass Du ein Nahrungsmittel nicht mehr verwenden darfst. So ein Verbrauchsdatum findest Du zum Beispiel auf Fleisch oder Fisch.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MH) hingegen gibt Dir keine Hinweise darauf, dass ein Lebensmittel verdorben ist. Der Hersteller garantiert damit lediglich, dass Dein Produkt bis zu diesem Datum wie beschrieben aussehen, riechen und schmecken wird. Ob es wirklich bereits ungenießbar ist, verraten Dir nur Deine Sinne. Und die darfst Du Dich in dem Fall voll und ganz verlassen!

Und merkst Du was?

Genau!

Wir alle können etwas dafür tun, dass weniger Nahrungsmittel verschwendet werden.
Allein die drei bisherigen Vorschläge helfen, den  Müllberg  zu verringern.

Stopp die Lebensmittelverschwendung!

Hier sind noch weitere 7 super easy Tipps, wie Du dazu beitragen kannst und dabei am Ende sogar noch Deinen Geldbeutel schonst.

  1. Hast Du Dich schon einmal gewundert, dass Deine Bananen so schnell braun geworden sind und die Beeren kurz nach dem Kauf schon schimmlig waren? Das könnte daran liegen, dass Pflaumen, Äpfel, Kirschen oder Mangos in der Nähe waren. Denn diese vier solltest Du nicht neben anderem Obst- oder Gemüsesorten lagern! Warum? Weil sie noch lange nachreifen und dabei ein bestimmtes Gas ausströmen (Ethylen), das andere Früchte schneller faul werden lässt.
  2. Apropos Lagerung! Weißt Du eigentlich, wie man die verschiedenen Nahrungsmittel im Kühlschrank so lagert, dass sie besonders lange haltbar sind?
    Milchprodukte gehören ganz nach oben, denn für sie muss es nicht ganz kalt sein. Fleisch und Fischprodukte müssen besonders kühl gelagert werden und sind deshalb ganz unten am besten aufgehoben. Fürs Gemüse und Obst gibt es bekanntlich ein eigenes Fach und dort sollte dieses auch hinein. Aber Vorsicht! Exotische Früchte mögen es warm und wollen nicht in den Kühlschrank. Für Kinder findest Du hier vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft einen großartigen Bastelbogen, mit dem sie lernen können Nahrungsmittel richtig zu lagern.
  3. Auf den Käse, fertig, los! Auch hier gibt es etwas zu beachten. Schneide Käse niemals auf einem Brett, auf dem Du vorher Brot geschnitten hast! Denn hier finden sich oft kleinste Heferückstände, die dazu führen, dass Dein Käse schneller schimmelt.
    Gleichzeitig ist aber auch nicht jeder Käse sofort schlecht, wenn er so aussieht. Auf Hartkäse zum Beispiel kann, wenn man ihn länger lagert, ein schwarzer Belag entstehen. Diesen kannst Du einfach wieder abkratzen.
    Auch in der Käsetheke im Supermarkt muss Käse regelmäßig gereinigt werden.
  4. Über das Mindesthaltbarkeitsdatum hatten wir schon geschrieben. Teste Deine Nahrungsmittel immer, selbst wenn dieses Datum bereits abgelaufen ist. Falls Du das nicht tun möchtest, wirf dennoch nichts weg, sondern verschenke die Nahrungsmittel, z. B. an die Tafel. Andere Menschen sind hilfsbedürftig und freuen sich darüber.
  5. Kleine Einkäufe sind besser als große! Denn wenn Du immer nur kaufst, was Du tatsächlich auch verbrauchst, bleibt nicht mehr so schnell etwas übrig. Und wie oben bereits erwähnt: Gehe niemals einkaufen, wenn Dich gerade der Heißhunger plagt, sondern iss vorher schon eine Kleinigkeit.
  6. Kennst Du diesen Moment? Du bist gerade dabei ein tolles Rezept zu kochen und bemerkst es fehlen noch ein paar Zutaten? Plötzlich musst Du schnell mal zum Supermarkt fahren. Und genau jetzt kannst Du etwas Gutes tun. Kaufe Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum knapp an der Grenze ist. Da Du diese Lebensmittel ja direkt verbrauchen wirst, gehst Du kein Risiko ein und sorgst damit dafür, dass der Supermarkt weniger wegschmeißen muss.
  7. Erinnerst Du Dich noch an eines von den vielen tollen Rezepten, die Deine Oma gekocht hat? Unsere Großmütter haben Zeiten erlebt, in denen es nicht alles im Überfluss gab. Deshalb beinhalten solche Rezepte oft Zutaten, die schon etwas länger gelagert sein müssen und verraten uns viel über Resteverwertung. Mürbe Äpfel für Kuchen, hartes Brot für Klöße, Kartoffelsuppe aus Kartoffelkochwasser usw. Die Initiative Zu gut für die Tonne hat auf ihrer Webseite  viele clevere Rezepte für Dich. Und auch in unserem Buch findest Du weitere Tipps, wie Du dafür sorgen kannst, dass wirklich alles verwertet wird und nichts übrig bleibt!  Mit Meal Preps und Weiterverwertung.

 

Wunderbar, Du hast bis zum Schluss gelesen! Wir freuen uns, dass Du Dich darüber schlau machen wolltest, wie Du weniger verschwenden kannst.

Lass uns gemeinsam dazu beitragen, nachhaltiger und bewusster zu leben!

Viel Vergnügen, Freude und Erfolg beim Lebensmittel retten!

Eure

Karin & Inès

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