6 Fakten über Cashewkerne

 

Cashews sind von unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken. Sie sind nicht nur gesund und liefern viele Nährstoffe. Sie sind superlecker, passen zu Müslis, schmecken geröstet  zu Salaten oder zu Thaigerichten, sind ein wunderbarer kleiner Knabberschnack für zwischendurch.

Aber Cashews sind eine echt merkwürdige Frucht, wie ich nach meinem Besuch im Alimentarium, dem Museum für Ernährung, in Vevey, Schweiz, feststellen durfte.  Ich konnte nicht anders, ich musste über sie schreiben. Und hier sie, meine sechs wissenswerten Fakten über Cashewkerne.

 

1 Cashews sind keine Nüsse

Die Cashewnuss ist keine Nuss. Sie ist die Frucht des Acajoubaums. Der Baum, der aus Brasilien stammt, wird bis zu 10 Meter hoch und wurde durch die Portugiesen während ihrer Zeit als Handelsmacht im 16. und Beginn des 17. Jahrhunderts nach Indien und Afrika gebracht. Gehen wir nach botanischen Massstäben, gehört der Acajou zur gleichen Familie wie der Mangobaum – als nichts da mit Nuss.

Der kleine Fortsatz, den wir als Cashewkern kennen, hängt in Form einer Niere an einer Scheinfrucht. Diese wird auch Cashewapfel genannt, und das, obwohl die Frucht eher wie eine Birne aussieht . Nun ja, aber nun ist es so mal. Auf jeden Fall wird die „Niere“ bis zu 3 cm lang und hat einen Kern. Dieser ist von zwei Schalen umgeben, die schwer zu knacken sind. Und zwischen diesen beiden Schalen befindet sich eine giftige und stark ätzende Substanz, die Hautblasen verursacht und auch besser nicht in die Augen kommen sollte.

Übrigens arbeiten im „Cashewknackbusiness“ in Afrika und Indien vorwiegend Frauen.

 

2 Cashews kann man trinken

Wir essen bei uns in Europa nur die Kerne, geröstet, gesalzen, gehackt, geviertelt, etc.

Aber man sie nicht nur essen sondern auch trinken. Wer zum Beispiel keine Kuhmilch verträgt oder sie nicht trinken möchte, genauso wenig wie Ziegen- oder Schafsmilch, und Abwechslung von der Mandelmilch, dem Sofa- oder Hafertrunk möchte, sollte einmal einen Cashewdrink probieren. Schmeckt besonders und ganz eigen.

 

Hier ein Rezept, das ich aus der Schweiz mitgebracht habe.

 

(CREMIGER) CASHEW-DRINK

Zubereitungszeit

5 Minuten

Einweichzeit

8 Stunden

Für ca. 1 Liter Cashew-Drink brauchst du:

  • 1 Tasse Cashewnüsse, am besten roh, ungesalzen (das ist super wichtig!!!)
  • 3 Tassen Wasser
  • zum Süssen eignen sich entsteinte Datteln

 

Und so wird´s gemacht:  

  1. Die Cashews acht Stunden in Wasser einweichen
  2. Die Cashews im Sieb abtropfen lassen, in den Mixer geben und mit dem Wasser mindestens 2 Minuten mixen

So jetzt kommt es drauf an, wie cremig du deinen Drink haben möchtest.

  1. A) nicht so cremig: Dann den Drink durch ein Baumwolltuch gießen und die Cashewreste rausfiltern.B) Cremig: mit weniger Wasser eine Minute länger mixen. (Ich finde, dann schmeckt der Drink wie Sahne…..)
  2. Und wer es jetzt noch süsser mag, mixt den Drink noch mal mit den Datteln.

 

Tipp: Der Drink schmeckt gekühlt noch besser! Und du kannst natürlich auch noch eine Prise Zimt dazugeben…..

Der Cashewdrink passt auch ausgezeichnet als Grundlage für jede Art von Shake: Banane, Erdbeere, etc.

Oder probier ihn doch mal zum Müsli.

Achtung: Wenn du den Drink stehen lässt, setzen sich die nicht rausgefilterten Cashewreste unten ab. Dann bitte einfach nochmal mit einem Löffel den Drink kräftig umrühren.

 

Doch zurück zum Thema.

 

Wir essen also gerne die Kerne. In den Herkunftsländern verarbeitet man auch den Rest der Frucht, den „Cashewapfel“, der – ich komme einfach nicht darüber hinweg – eigentlich wie eine Birne aussieht. Dieser „Apfel“ kann roh gegessen werden. Gerne wird Marmelade aus den Früchten gekocht oder Saft aus den Äpfeln gepresst. Lässt man den Saft gären, kann er sogar zu Wein verarbeitet werden.

 

Die Brasilianer essen lieber die Frucht als die Kerne. Diese sind für sie nicht so „essenswert“.

Doch den Cashewapfel mit der kleinen Niere kann man nicht nur essen und trinken. Erinnerst du dich noch an die giftige, stark ätzende Substanz zwischen den Schalen, die ich weiter oben erwähnt habe?

Dieses giftige Cashew Nussschalenöl heißt Cardol, und kann bei bloßer Berührung mit der Haut Blasen verursachen, wenn man damit arbeitet. Benutzt wird es zur Herstellung von Imprägniermitteln, Tinte, Insektenvernichtungsmitteln und Lacken.

Der „Cashewapfel“ kann folglich zu 100 % verarbeitet werden.

Doch weiter zum nächsten wissenswerten Fakt rund um dieses Wunderwerk der Natur.

 

 

3 Cashews sind eine gesunde Proteinquelle

 

Proteine oder auch Eiweiß sind für den Muskelaufbau unerlässlich, kurbeln die Fettverbrennung an. etc..

Mit einem Anteil von fast 20 % an Proteinen ist die „Cashewnuss“  eine wunderbare Proteinquelle und sollte auch auf deinem Speiseplan nicht fehlen.

 

4 Cashews sind verhältnissmässig fettarm

 

Und im Verhältnis zu den anderen „richtigen“ Nüssen wie Wal- oder Paranüssen, enthalten Cashewkerne nur wenig Fett.  Haben 100 Gramm Macadamianüsse beispielsweise ca. 715 Kalorien und 76 Gramm Fett, versorgen dich 100 Gramm Cashews mit ca. 570 Kalorien an Energie und nur 42 Gramm Fett.

 

5 Cashews sind pure Nervennahrung

 

Dank ihres hohen Magnesiumgehaltes  – bei 100 Gramm sind dies 270 Milligramm, gelten die Kerne  des Cashewapfels als konzentrationsfördernd und die Nervennahrung schlechthin.

 

6 Cashews machen fröhlich

 

Und zu guter Letzt sind die „Nicht-Nüsse“ echte Stimmungsaufheller, da sie Tryptophan enthalten, das im menschlichen Körper zu Serotonin, einem Glückshormon, umgewandelt wird.

Eine Handvoll Nüsse am Tag können dich also auf Tour bringen.

Ich muss gestehen, ich mochte die Cashewnuss schon immer, aber nun bin ich ein regelrechter Fan geworden.

Also, ein Hoch (zumindest von mir) auf die Cashewnuss, und ein Dank an die Natur, diesen herrlichen Baum für uns wachsen zu lassen.

Und vor allem auch ein herzliches Danke Schön an die Arbeiterinnen, die es uns möglich machen, die Kerne essen zu können. Noch ein Grund mehr, zu Fair Trade Produkten zu wechseln.

 

In diesem Sinne

Eure Inès

 

  1. Wenn Ihr noch mehr erfahren wollt, z.B. wie eine Schälmaschine für Cashewkerne aussieht, klickt hier:

https://www.alimentarium.org/de/sammlung/sch%C3%A4lmaschine-f%C3%BCr-cashewn%C3%BCsse

So eine riesige Maschine für so eine kleine Nicht-Nuss :).

 

 

Quellen:

ALCINDOR, Ewald, 2005. Diagnostic des procédés de conservation et de transformation de la noix de cajou à St. Jean du Sud et propositions dámélioraions. Travail de mémoire. Université d´HaitiNoix de cajou, 1997. L´encyclopédie des aliments. Paris: Édition Fontaine, pp. 274 -275, www.gesundheitstrends.com/a/ernahrung/cashewkerne-5-wissenswerte-fakten-13387

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