Der essbare Wald

 

So lecker schmeckt der Wald im Herbst

 

Nicht nur im Frühjahr können wir im Wald (und Garten) wunderbare Leckereien finden. Jetzt im Herbst haben es mir vor allem Nüsse, Bucheckern, Eicheln und schmackhafte Beeren angetan. Wer im Wald Weißdorn-Sträucher findet, sollte mal die Beeren probieren. Sie erinnern im Geschmack an mehlige Äpfel.

Vor anderen Beeren wurden wir hingegen schon immer gewarnt.

„Vogelbeeren sind giftig!“ Das wurde zumindest mir als Kind gesagt.

Das stimmt so nicht. Nur in ganz hohen Dosen sind die roten Früchte giftig und auch nur im rohen Zustand. Weil sie aber so unglaublich bitter schmecken, ja eigentlich ungenießbar sind, wirst du sicherlich nicht zu viel davon essen wollen. Aus den kleinen Powerpaketen – Vogelbeeren enthalten viel Vitamin C und das Provitamin A – kannst du eine wunderbare Marmelade zaubern.

Hier ein ganz einfaches Rezept:

Vogelbeermarmelade

Zutaten für ca. 4 Gläser

 

600 g Vogelbeeren

½ Tasse Wasser

1 Vanilleschote

400 g Gelierzucker

Saft einer halben Zitrone

 

  1. Die Beeren von den Stielen zupfen und waschen. Mit der halben Tasse Wasser weich kochen (ca. 20 – 30 Minuten) und danach pürieren.
  2. Das Mark der Vanilleschote mit dem Zucker und dem Saft der Zitrone mischen.
  3. Die pürierten Beeren mit der Zucker-Zitrone-Mischung aufkochen und ca. 3 Minuten kochen. Die Mischung sollte „Blasen“ werfen.
  4. In vorbereitete Marmeladengläser füllen und sofort verschließen.

 

Hagebutten

 

Mit der Hagebutte verbindest du in der Regel wahrscheinlich Tee. Aber aus den kleinen roten Sammelnussfrüchten, die aus dem fleischigen Blütenboden von Rosen entstehen, lässt sich ein wunderbarer Ketchup-Ersatz herstellen. Und gesund ist er auch noch, denn Hagebutten strotzen nur so vor Vitamin C.

Hier findest du mein momentanes Lieblingsrezept:

 

Hagebutten-Ketchup

200 g Hagebutten

2 kleine Zwiebeln

etwas Öl

50 g Zucker

70 ml Essig (für den Geschmack ist Apfelessig gut oder auch Himbeeressig)

100 ml Wasser

Salz

Pfeffer

Kräuter (z.B. Paprika, Kurkuma)

 

  1. Hagebutten waschen, die Enden entfernen, auseinander schneiden und die Nüsschen auskratzen, kleinschneiden.
  2. Zwiebel kleinschneiden und in dem Öl andünsten bis sie glasig sind. Hagebutten dazugeben und mitdünsten.
  3. Zucker, Essig und Wasser hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen.
  4. 30 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen und immer wieder umrühren. Dann pürieren (Achtung: Bei so großer Hitze wie möglich pürieren)
  5. In Flaschen abfüllen und dunkel und kühl aufbewahren, so hält es sich mehrere Wochen.

 

Das Ketchup passt zu Nudelgerichten und kurzgebratenem Fleisch. Du wirst die Tomaten nicht vermissenJ.

 

 

Nüsse

Wir haben das besondere Glück, mehrere Haselnusssträucher in der Nähe zu haben. Vor einigen Jahren habe ich angefangen, im Herbst als Familientradition wenigstens einmal Haselnusscreme zu machen. Tja, und was man einmal angefangen hat……

Allerdings mache ich sie nur, wenn alle beim Pflücken mithelfen.

Hier mein Rezept dazu:

 

Haselnusscreme

200 g Haselnüsse

250 g Butter

3 EL Honig oder Agavendicksaft oder Ahornsirup

1 Prise Salz

wer mag kann noch Kakaopulver hinzufügen

 

  1. Haselnüsse knacken und in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Hier gilt je länger du röstest desto intensiver wird im Anschluss der nussige Geschmack.
    Tipp: Wenn du das Aroma besonders intensiv haben willst, solltest du die Nüsse im Blitzhacker vorher häckseln und dann rösten.
  2. Die Nüsse fein häckseln und abkühlen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die weiche Butter am besten im Mixbecher cremig schlagen.
  4. Nusspulver, Honig (Agavendicksaft oder Ahornsirup), evtl. Kakaopulver hinzufügen und mindestens 3 Minuten mixen. Jetzt kommt es darauf an, wie fein du die Nüsse gehäckselt hast. Je kleiner gehackt desto „feiner“ und weniger stückig wird sie.
    Tipp: Wenn du sie ganz fein haben willst, pürier sie.
  5. In vorbereitete Marmeladengläser füllen und sofort verschließen.

 

Diese drei Rezepte sind nicht nur außergewöhnliche Geschenkideen z.B. für die Großeltern an Weihnachten.

Die Aufstriche eignen sich auch wunderbar für unsere Pausenbrote in der Schule.

 

Gutes Gelingen!

 

 

 

 

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