Unser Malbuch – Obst und Gemüse mit lustigen Augen!

Unser Malbuch – Obst und Gemüse mit lustigen Augen!

20 fröhliche Motive zum Ausmalen mit farbigen Vorlagen inkl. Kreativseiten zum spielerischen Vermitteln von ausgewogener Ernährung mit Obst und Gemüse.

Obst und Gemüse mit lustigen Augen als Vorlage zum Ausmalen. Gut geeignet, um Kinder auf spielerisch-kreative Art an gesunde Früchte und Gemüse heranzuführen!

Das Buch verbindet die Malfreude deines Kinder mit dem Kennenlernen von gesunden Lebensmitteln und einer ausgewogenen Ernährung von Anfang an!

 

  • Dein Kind liebt es zu malen?
  • Du wünschst dir, dass dein Kind spielerisch gesunde Lebensmittel kennenlernt?
  • Du möchtest deinem Kind ein kreatives Malbuch an die Hand geben?
  • Du unterstützt, daß dein Kind phantasievoll die Welt der Farben entdeckt?
  • Du willst die Kreativität sowie die Grob- und Feinmotorik deines Kindes fördern?

 

Dann ist dieses Malbuch genau das Richtige für dein Kind und dich!

Lustige Motive zum Ausmalen bieten der Phantasie deines Kindes unendlich viele Möglichkeiten. Die bunten Vorlagen unterstützen bei der Farbauswahl.

Auf den Kreativseiten kann dein Kind sich austoben und in die leeren Teller, Schüssel und die Kindergarten-Lunchbox sein Lieblingsessen, sein Lieblingsobst- und Gemüse malen.

Dein Kind zeigt dir damit, was es schon kennt, was ihm schmeckt. Und du erfährst, was du zum Essen in den Kindergarten mitgeben kannst.

Die bezaubernden Zeichnungen sind Teil der „Pausenbrot Realoaded-Buchreihe“ – dem Snackplanner mit über 700 Ideen rund ums Jahr, deinem Kind gesundes Essen mit in den Kindergarten und in die Schule zu geben.
Und das Malbuch ist der Beginn, dein Kind für gesundes Essen zu sensibilisieren

Ein Blick ins (Mal-) Buch:

  • Einfache Motive zum Ausmalen!
  • Spannende und altersgerechte Malvorlagen zum Beispiel Ananas, Gurke, Radieschen, Erdbeere und vieles mehr
  • Optimaler Einstieg in die Welt von Obst und Gemüse
  • Großzügige Schwarz-Weiß-Zeichnungen mit viel Liebe zum Detail.
  • Platz zum Weitermalen
  • Bunte Beispielvorlagen beim Ausmalen.
  • Kreativseiten

Malen bedeutet schöpferische Freizeit mit Spaß und Freude erleben und ist wichtiger Bestandteil des Entwicklungsprozesses deines Kindes.
Einfach die Bilder mit Buntstiften, Filzstiften oder auch Wachsmalkreide ausmalen

Los geht`s

Das ultimative Trainingsgerät oder Abnehmen beginnt im Kopf

Das ultimative Trainingsgerät oder Abnehmen beginnt im Kopf

Das ultimative Trainingsgerät oder Abnehmen beginnt im Kopf

Ich laufe, jogge auf der Stelle, warte darauf, dass die Ampel für die Autos auf rot springt und ich über den Fußgängerstreifen laufen kann – auf die andere Seite, in den Park und Wald. Der Frühling beginnt, Zeit, meinen Körper nach dem langen Winter in Form zu bringen.

Eine jährlich wiederkehrende Herausforderung, der ich mich in den ersten Wochen meines Projektes „Abnehmen und Muskelaufbau“ mit Freuden stelle, um dann mit Schwung nachzulassen. Dieses Jahr nicht! Ich habe meine mir altbekannte Joggingstrecke wieder aufgenommen und bin gar nicht so schlecht.

Neben mir stehen kleine Kinder an der Hand ihrer Eltern und schauen auf meine trippelnden Füße. Ein etwa dreijähriges Mädchen mit roter Wollmütze kichert. Ich muss auch echt zu dämlich aussehen mit meinem Trippelgehopse und lächle zurück. Eine Mutter mit Kinderwagen schließt auf, genau so wie weitere Eltern mit Kleinkindern. Die kleine Horde strebt zum sogenannten Elefantenspielplatz am Rand des Waldes. Er heißt so, weil die Rutsche ein Elefant ist, bzw. sein Rüssel. Immer noch springt die Ampel nicht um.

Eigentlich nicht schlecht für mich, so „laufe“ ich ein paar Schritte mehr, und komme schneller zur frühlingsfitten Figur, an der es noch hapert. Wie soll das auch mit abends Low Carb gehen, wenn die Kinder oder Teenager ständig Hunger haben und nach „Sättigungsbeilagen“ verlangen und ich dann einfach mitesse?

Oder Intervallfasten, wenn das Training der Kinder oder sonstige Veranstaltungen erst um 19.30 Uhr beendet sind, und wir das Abendessen in Familie einnehmen wollen, und morgens um 6.30 verlässlich der Wecker klingelt und du deinen Kindern weisgemacht hast: „Frühstück ist wichtig!“ und sie dich zurückfragen „Warum isst du dann nicht, Mama?“?

Deswegen möchte ich mehr Sport machen:

Muskelaufbau (noch nicht in Angriff genommen) bei gleichzeitigem Fettabbau und Konditionstraining (bin gerade dabei).

Endlich springt die Ampel auf grün um und ich sprinte los, biege bei der ersten Gabelung nach rechts. Auf dem Elefantenspielplatz toben schon jede Menge Kinder, warm eingemummelt, klettern auf Baumstämmen herum, balancieren über gespannte Seile, machen Klimmzüge am Reck, Hüftaufschwung (Der Horror aus der Schulzeit) und haben sichtlich Spaß dabei. Ganz anders als ich. Ich quäle mich ein wenig mit meiner Joggingstrecke von 4 km, aber ich kenne sie. Letztes Jahr bin ich sie auch schon viele Male gelaufen. Sie ist vertraut, bekannt. Um aber abzunehmen, müsste ich mich steigern, mal schneller mal langsamer laufen, mehr und weiter laufen – am besten das Doppelte.

Aber der Knoten in meinem Kopf kennt die Strecke, steuert, dass ich partout nicht einen Meter mehr laufen will, beteuert mir, dass diese Route wunderbar ist.

Nach dem Spielplatz geht es noch ein paar Dutzend Meter durch den Wald, dann biege ich rechts ab auf die Parkfläche, gefühlt so groß wie Central Park, und laufe auf einem Rundweg um die Fläche bis zu dem Weg, an dem im Sommer von donnerstags bis sonntags der „Espressomann“ steht und seinen röstfrischen Espresso und Cappuccino zubereitet. Rechts im Wald laufe ich hoch bis zum Flüsschen, biege davor links ab, laufe bis zur nächsten Hauptstraße, biege davor links ab und laufe im Wald entlang der Straße.

Wenn ich rechts von mir neben den Autogeräuschen, gefühlte 100 Hunde bellen höre, habe ich das Tierheim erreicht, halbe Strecke. An der Parkbank mit der zerbrochenen oberen Querstrebe laufe ich wieder nach links und komme auf die Parkfläche zurück. Über den Elefantenspielplatz geht es zurück zur Ampel. Austrippeln.

Fertig. Vier Kilometer geschafft.

Ich habe fast die Stelle erreicht, an der ab Mai, wenn die Sonne scheint, der „Eismann“ mit seinem rot-weiß überdachtem „Fahrradwagen“ steht und köstliches selbstgemachtes Erdbeer-, Zitronen- (beide mit Fruchtstückchen) und Bourbon-Vanilleeis verkauft (ungefähr 700 Meter vor dem Platz des Espressomannes). Plötzlich läuft ein graziles Reh, ein Mädchen von 18 Jahren, an mir vorbei. Die Sportklamotten getuned, Run Kit am Arm. Ja, ja, denke ich mir, warte ab, bist du auch mal einen Babybauch hattest. Danach ändert sich einiges. Ertappt greife ich mir an den Kopf. Was habe ich nur für negative Gedanken? Ich schicke dem Mädel telepathisch eine Entschuldigung hinterher, seufze ein „Alles hat seine Zeit“ und konzentriere mich wieder auf meinen Atem. Vielleicht doch heute mal 100 Meter mehr? „Nein“ dröhnt es entschieden und sofort durch meinen Kopf.

Und prompt setzt auch noch Seitenstechen ein.

Der kleine Teufel Faulpelz in mir möchte eine Pause. Nicht, weil ich nicht mehr kann, sondern weil ich Entschuldigungen suche. So kann das doch nicht weitergehen? Ich biege in den Wald. Niemand kommt mir entgegen.

 

Kein Wunder.

Die Menschen sitzen zuhause im Warmen, trinken Kaffee und machen es sich gemütlich. Ich laufe an einem anderen, etwas abseits gelegenen Spielplatz im Wald vorbei. Er hat keinen Namen, zumindest keinen, der mir in meinem „Wir gehen auf den Spielplatz“-Abschnitt meines Lebens bekannt wurde. Bis zu ihm laufen Eltern selten mit ihren Kindern. Sie tummeln sich lieber auf dem näher gelegenen Elefantenspielplatz, plaudern dicht gedrängt auf den wenigen Bänken. Ein ähnliches Phänomen wie auf Kreuzfahrtschiffen. Um das kleine Schwimmbecken drängt es sich, 200 Meter weiter auf dem Deck ist es deutlich ruhiger. Auf diesem Spielplatz ist es sehr ruhig. Dabei steht in seiner Mitte ein „Piratenturm“, nicht sehr hoch, aber ansprechend gemacht, der nur über einen Klettersteig, ein Seil und Baumstämme zu erobern ist.

Ich lasse den Spielplatz links liegen, jogge weiter bis zum Flüsschen, biege davor ab und will wie üblich bis zur nächsten Hauptstraße laufen.

 

Da sehe ich den Spielplatz durch die winterlich kahlen Bäume blitzen und mir leise zurufen: „Komm doch! Komm doch zu mir!“ Ich ignoriere sein Rufen, laufe weiter. Doch dann machen sich meine Beine selbständig, rennen nicht bis zur nächsten Straße, sondern kehren um und laufen über einen anderen Waldweg zum Spielplatz zurück (joggen sogar einen Umweg!!!).

Auf dem Spielplatz ist immer noch niemand. Schnell balanciere ich auf dem Baumstamm hoch zum Türmchen, halte mich zur Sicherheit an den Querseilen fest. In den Turm kann man entweder durch eine Öffnung kriechen oder steigt über einen Balken oder bückt sich drunter her.

Ungeschickt schwinge ich ein Bein nach dem anderen über die Holzstange, balanciere auf der anderen Seite die „Hanfseilbrücke“ wieder hinunter auf die Erde, gehe um den Turm und ziehe mich nun am vertikalen Seil hoch wie ein nasser Sack, bücke mich dieses Mal unter die Stange und stehe stolz ein zweites Mal im Piratenturm (allerdings wegen der Kinderhöhe nicht ganz aufrecht) und blicke über die Lichtung. Am Rande des Spielplatzes erspähe ich eine Holzrolle, auf der man laufen kann.

Das will ich ausprobieren.

Obwohl ich mich an den Griffen festhalte, um mich auszubalancieren, und nur langsam über die Rolle gehe, dreht sich das Teil viel zu schnell für mich. Immer wieder muss ich abspringen, wenn ich nicht auf die Nase fallen will, und steige trotzdem wieder auf die „Rolle“. Endlich nach einer gefühlten Ewigkeit und völlig außer Atem gelingt es mir und übermütig schließe ich drei Sätze à acht Liegestütze an der Bank an, gefolgt von drei Sätzen rückwärtigen Sit-Ups. Und dann will ich nochmal auf den Turm. Dieses Mal klappt das Drübersteigen schon viel besser. Und weiter geht die Joggingrunde bis zur Hauptstrasse und dann links. Die Hunde bellen – eigentlich „Halbzeit“ – und mich durchströmt ein pures Glücksgefühl.

 

War das ein Spass!

Ich bin tatsächlich mindestens 500 Meter mehr gelaufen. Und habe das ultimative kostenlose Trainingsgerät für mich entdeckt – einen Kinderspielplatz. Den baue ich nächstes Mal wieder mit ein. Vielleicht sogar einen ungeliebten Hüftaufschwung auf dem
Elefantenspielplatz? Ich wär soweit. Alles gut fürs Abnehmen und Muskelaufbau (Ich kann es schon bald nicht mehr hören) Aber egal: Abnehmen beginnt im Kopf. Als ob diese Erkenntnis neu wäre! Nein, aber in meinem Kopf ist der Knoten heute geplatzt.

 

Der Frühlingsputz und das Ich

Der Frühlingsputz und das Ich

 

Der Frühlingsputz und das Ich

 

Frühlingsputz. Ich lese allerorts, dass es an der Zeit ist, wieder einmal gründlich im Haus, in der Wohnung aufzuräumen, Platz zu schaffen. Jeden Tag zehn bis fünfzehn Minuten.

Und Ruck-Zuck ist alles prima.

Bei mir dauert aufräumen meist ein wenig länger, deswegen fange ich schon vor dem Frühling an.

 

Außerdem fegt da noch der Rest des eisigen Ostwindes übers Land und Grippe und Erkältungen jagen ihm hinterher. Da ist es doch zuhause am schönsten und Aufräumen ein kleines Übel (!?). Was gibt es Besseres, als mit etwas Konkretem oder vermeintlich Überschaubarem anzufangen: dem Kleiderschrank.

 

Gesagt, getan.

Ich greife zu dem grau-glänzenden Rock mit schwarz-weißen Kringeln und passendem grauen, schwarz-weiß kringeligem Oberteil. Die Kombination habe ich mir letztes Jahr selber zum Geburtstag geschenkt. Auffällig, wunderschön. Und zumindest habe ich mich im Laden gut gefühlt. Zuhause genügte ein schiefer Blick des Sohnes und ein niederschmetterndes „Der Rock ist aber kurz.“ Kurzum, das Ensemble habe ich seitdem nicht mehr angezogen.

 

Ich nehme den dunklen Hosenanzug aus dem Schrank, den ich dringend gebraucht habe, aber aus Mangel an passenden Winterschuhen noch kein Mal angezogen habe.

 

Ebenso ergeht es einem schwarzen Kleid mit transparenten Meshansatz und -ärmeln, das ich vor anderthalb Jahren gekauft habe und …sensationell finde. Aber ausgeführt? Nein.

Reiner Mangel an Gelegenheiten, begnadige ich mich selber, und greife mir Sekunden später an den Kopf. Was ist denn die Gelegenheit dafür? Das Kleid ist abends genauso gut zu tragen wie tagsüber. Es kommt darauf auf, ob ich mir die Gelegenheit gebe. Und das mache ich. Und zwar genau jetzt.

 

Ich ziehe das Schwarze an und fühle mich ….wunderbar.

 

Warum nur habe ich mir dieses Gefühl bisher nicht geschenkt? Dieses Mal bleibt das Ich in mir stumm. Ha, keine

Ausrede? Gut, denn morgen werde ich das Kleid im Büro anziehen. Hoffentlich werden mich die Kollegen fragen, was es für einen besonderen Anlass gibt. Die Antwort habe ich parat:

Ich bin der besondere Anlass.

 

So und jetzt ziehe ich den grauen Rock an, den ich eigentlich zu kurz finde und überlege mir, was ich mit ihm anstelle. Frühjahrsputz? Aufräumen? Ich habe eingangs schon geschrieben: Bei mir dauert aufräumen meist ein wenig länger, deswegen fange ich schon vor dem Frühling an.

 

Wie ist das bei Euch?

Gruß Eure Ines

 

Mehr Geschichten zum Mama Special Frühling findest du in unserem Buch Pausenbrot reloaded 3:

13 Weihnachtswünsche einer Mutter

13 Weihnachtswünsche einer Mutter

13 Weihnachtswünsche einer Mutter

Es gibt ihn nicht den Weihnachtsmann. Und in vielen Familien ist es auch eher eine Weihnachtsfrau – nämlich Du.

Wie sieht es mit deinem Wunschzettel aus?

Außer Schmuck, Parfum und Blumen. Seid Jahren die beliebstesten Geschenke unter dem Weihnachtsbaum neben angeblich Handys und Handyhüllen….

 

Auf meiner Wunschliste steht dieses Jahr ganz viel……Das Wünschen hört einfach niemals auf.

Ich wünsche mir……

 

  1. …dass jeder seinen Teller, Messer, Gabel und Löffel selber in die Spülmaschine steckt. Und bitte die Löffel vorher ablecken!
  2. …dass die Waschmaschine keine Socken mehr frisst.
  3. …das überhaupt alle Socken immer zueinander finden. Socken sind nicht zum Singledasein geboren!!
  4. ….dass alle ihre Schlüssel ans Schlüsselbrett hängen. Immerhin hat es der Jüngste vor Jahren selbst gemacht.
  5. …dass das Katzenklo von allen mal sauber gemacht wird.
  6. ….ich nicht mehr drei angebrochene Milchflaschen in der Wohnung versteut finde. Nein, auch nicht nur 2…..
  7. …eine Küche, in der das Keksmonster oder sonstige Essensmonster die Krümel überall auf dem Boden verstreut haben.
  8. …eine Toilette, in der immer eine volle Klopapierrolle liegt, und die von allen im „Bedarfsfall“ nachgelegt wird.
  9. …ich auch vor dem Fernseher oder Computer mal fünf Minuten in Ruhe sitzen kann, ohne dass einer „MAAAMAAA, wo ist….. oder kannst du mal….?“ ruft
  • ….ich meinen heiligen Kaffee im Bett trinken kann, ohne das eine Kissenschlacht beginnt.
  • …das wir uns weiterhin so gut verstehen, vertrauen und miteinander lachen.
  • ….dass wir noch viele Abende zusammen essen und uns gegenseitig bereichern.
  • ….manchmal in besonders schönen Momenten, einfach die Zeit anzuhalten.

 

 

Ich pinnte meinen Wunschzettel dahin, wo ihn jeder liest. An die Küchenwand. Mal sehen, welcher sich erfüllen wird.

Welche Wünsche stehen auf deinem Wunschzettel?

 

Eine besinnliche Adventszeit

Ines

 

 

 

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Wie du einen perfekten Freundinnentag gestaltest

Wie du einen perfekten Freundinnentag gestaltest

Wie du einen perfekten Freundinnentag gestaltest

  • mal ganz anders

 

Ich kann heute nicht mehr stehen. Nicht mehr reden. Und bin müde.

Aber unendlich glücklich. Was für ein gelungener Tag!

Und dabei habe ich heute– es ist Sonntag – nicht faul in der Sonne gelegen. War in keinem Wellnesstempel. War nicht mit der Familie bei Muttern zum Sonntagsbraten, weder wandern, noch habe ich etwas unternommen, was ich sonst so sonntags mache.

Was ich getrieben habe? Ich habe den Tag mit meiner Freundin auf dem Flohmarkt verbracht. Nein, nicht zum Schlendern. Wir haben verkauft!!!

Das Versprechen

Im Februar haben S. und ich beschlossen, unsere Keller und Wohnungen auszumisten und am ersten Sonntag im März auf den Flohmarkt zu gehen. (Einer der schönsten Flohmärkte unserer Stadt findet immer am ersten Sonntag im Monat statt.)

Im März hat es leider nicht geklappt. Ich musste kurzfristig als Fahrer für eine Horde Jungs für ein unglaublich wichtiges Fußballspiel einspringen… dass dann verloren wurde.

Im April hatte meine Freundin am ersten Sonntag Geburtstag.

Im Mai heiratete eine Cousine.

Im Juni hatten wir eine Ausrede.

Am ersten Julisonntag waren bereits Ferien.

Einige Kisten hatte ich allerdings schon gepackt, S. auch. Und diese standen in den verschiedenen Wohnungen im Flur und damit im Weg. So versprachen wir uns hoch und heilig: Am ersten Augustwochenende ist es soweit. Kurz vor Schulbeginn.

Das Wetter versprach angenehme 27 Grad. Wir würden weder zu viel schwitzen noch frieren. Perfekt für einen Flohmarkttag.

 

Die Vorbereitung

Auch eine Einladung zu einem Grillabend am Vorabend des ersten Sonntages im August sollte uns dieses Mal nicht stoppen. Wir waren bereit, um sechs Uhr morgens aufzustehen und loszulegen.

Wir packten munter Kisten, jeder für sich, besorgten einen Tapeziertisch, fragten einen Freund nach seinem Transporter.

Die Kinder machten mit und räumten aus, was sie verkaufen wollten. Wir waren perfekt vorbereitet. Bis drei Tage vorher: Unser Freund musste uns den Transporter absagen. Adieu Stühle verkaufen, Kronleuchter der Oma, Staffelei und anderes sperriges Zeug, das in der Wohnung nur belastet oder im Keller sein Dasein fristet.

Oder doch nicht? Eine andere Freundin – nennen wir sie T. – meinte, sie könne bei der Hitze eh nicht schlafen und würde morgens um sieben gerne  auf der Matte stehen und mit ihrem Auto die Stühle und die Staffelei und Kleinkram transportieren. Den Kronleuchter nicht. Das sei ein Erbe, das verkaufe man nicht.

Mmmh…. Anscheinend spürte sie, dass ich mir auch nicht so ganz sicher war, den Leuchter zu verkaufen, den wir vor ungefähr zwölf Jahren in den Keller verbannt hatten.

Der Grillabend war ein voller Erfolg. Die Sommernacht lau. Aus dem festen gegenseitigen Versprechen heraus, um zehn zu gehen wurde ein geschmeidiges: So jung kommen wir nicht mehr zusammen. Um Mitternacht im Bett sein, reicht auch.

Auch das verpassten wir knapp.

 

Der eigentliche Freundinnentag

Was wir nicht verpasst haben, war das Einladen morgens um sieben.

Der Flohmarkt begann um acht.

Die Profikäufer waren schon früh unterwegs und bevor wir die Kisten aus- und den Stand aufgebaut hatten, war schon einiges an Technik weg (Kabel, Stecker, etc.). Zum Glück hatten wir einen technikaffinen Jugendlichen dabei, der dafür sorgte, dass wir nicht über den Tisch gezogen wurden.

Endlich um halb neun hatten wir fertig aufgebaut. Der Tapeziertisch hatte bei weitem nicht gereicht. Aber das Technikkind erwies sich als sehr erfinderisch und hatte vom nahegelegenen Supermarkt zwei Einkaufswagen geholt, in denen wir die Kindersachen legten…..und alle halbe Stunde wieder ordneten….(Stichwort: Wühltisch = bei uns Wühlwagen)

Unser mitgebrachter Kaffee war um 9 Uhr ausgetrunken. Und sechs Stunden lagen noch vor uns.Die vergingen wie im Fluge. Eigentlich wollte ich einen Spiegel verkaufen. Doch der diente uns schnell als Probierspiegel. Wir hielten ihn hoch, berieten die potentiellen Käufer. Die Besucher konnten die Kleidung anprobieren, drehten und wendeten sich vor dem Spiegel und kauften meist. Und zogen andere Besucher an.

Was mich besonders erstaunte, war, dass unsere Artikel von Menschen erstöbert, gesehen und gekauft wurden, die dafür wie gemacht schienen. Es ist unglaublich: Auf Sachen stehen Namen. Und meist erkennst du schon, für welchen Menschen dein Artikel passt.

So ging die Kindergitarre an einen Musikrestaurator im Rollstuhl, die grüne Jacke mit zwei Knopfreihen an ein entzückendes Mädchen, mein Hula Hoop Reifen für die schlanke Taille an eine Cheerleaderin, die mir zeigte, was so ein Hula Hoop Reifen eigentlich so alles kann (eine schlanke Taille nicht).

Wir unterhielten uns mit den Menschen, erfuhren ihre Geschichten, verkauften oder auch nicht. Wir „arbeiteten“ Hand in Hand, setzten uns abwechselnd erschöpft auf den einen Stuhl. Wir waren stolz auf uns, wir lachten viel, dekorierten immer wieder um und hatten unglaublichen Spaß. Und kaum Verschnaufpause.

Es muss ein ungeschriebenes Flohmarktgesetz geben: Entweder es steht niemand am Stand oder ganz viele – vor allem dann, wenn du gerade mal um die Ecke gehen willst.

 

Fazit

Wir haben natürlich nicht alles verkauft bekommen. Aber erstaunlich viel.

Das Abbauen und Ausräumen ging leicht von der Hand und das Versprechen: „das machen wir bald wieder“, kam uns leicht über die Lippen. Immerhin sind ein Teil der Kisten fürs nächste Mal schon gepackt.

Es war ein grandioser Tag, der uns in das Leben von andern blicken ließ und uns definitiv reicher gemacht hat  – an Geschichten und natürlich Barem.

Zu guter Letzt:

Ich glaube, ich werde den Kronleuchter im Internet anbieten. Es wäre doch schön, wenn er wieder in einer Wohnung oder einem Haus an der Decke hängen ein Zimmer beleuchten würde.
Auf dem Kronleuchter steht auch bestimmt ein Name…

Zu guter Allerletzt:

Wenn du auch schon lange vorhast, auf dem Flohmarkt zu verkaufen, hier sind

6 Regeln für perfektes Verkaufen auf dem Flohmarkt:

 

1) Kleingeld besorgen
Entweder du sammelst 1, 2 Euro Münzen und keine Scheine vorher oder du besorgst sie dir bei der Bank. Wechselgeld brauchst du unbedingt!

2) Bau deinen Stand von unten nach oben auf
Auf den Tisch legst und dekorierst du Artikel, die die Besucher anziehen sollen – was Buntes, Farbiges, Wertiges.

Unten oder neben dem Stand sollten deine Ramschkisten stehen. Besucher lieben es zu wühlen und ein Schnäppchen zu finden und werden oft dort fündig.

3) Nimm immer Beutel mit

Biete deinen Kunden für die gekaufte Ware Beutel an. Und wenn du Geschirr verkaufst, nimm Zeitungspapier zum Einpacken mit. Kleinigkeiten und Service beleben das GeschäftJ

4) Immer schön freundlich bleiben! 

Egal, ob Leute Witze über dein Angebot machen oder blöde Bemerkungen.

Erklär Ihnen die Geschichte hinter deinen „Produkten“. Du bist kein Profi im Verkauf. Und stehst nicht jedes Wochenende auf dem Flohmarkt. Aber dafür hast du vielleicht Überraschendes im „Sortiment“.

5) Die frühen und die späten Kunden

Ganz früh kommen die Profis und wollen bei dir Schnäppchen machen. Gerade bei Ihnen musst du gut verhandeln können.

In denn ersten beiden Stunden kommen meist die, die noch ein Schnäppchen machen wollen, aber sich vorher einen Überblick verschafft haben.

Und gegen Ende die, die wissen, dass du deine Sachen – falls möglich – nicht mehr mit nach Hause schleppen willst und du bereit bist, sie für günstiger  abzugeben

6) Keine Angst vor dem Feilschen!

Besucher lieben es zu feilschen. Kalkuliere es in deinen Preis ein! Merke dir die einfallsreichen Sätze, mit denen deine Käufer den Preis senken wollen und mach was draus.

Wenn Käufer mehr als eine Sache kaufen, fragen sie immer nach Rabatt!

Es gibt allerdings auch Grenzen des guten Geschmacks: Wenn jemand bei einem 1 Euro Artikel noch feilschen will und dieser ist in tadellosem Zustand, lass den Menschen ohne deinen Artikel weiterziehen.

 

So, nun kann ich nicht mehr stehen, nicht mehr reden und auch nicht mehr schreiben.

Inès

Brief an mich oder Frühstück bei Tiffany

Brief an mich oder Frühstück bei Tiffany

Alle fünf Jahre schreibe ich einen Brief an mein „Ich“ der Zukunft, vertraue ich unterschiedlichem Papier, mal Bütten, mal kariert, meine Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte an.
Wann ich mit diesen Briefen angefangen habe? Es muss in der Zeit gewesen sein, als ich den Glauben an den Weihnachtsmann und die gute Fee verloren habe und spürte, dass nur ich die Erfüllerin meiner Wünsche und Träume werden konnte. Zumindest der sehr persönlichen, privaten, ideellen. Und so weiter.
Fünf Wünsche, Aufforderungen, Sehnsüchte schreibe ich auf. Klar, könnte ich auch Drei nehmen oder Neun. Ich persönlich finde drei Wünsche, Sehnsüchte, Träume zu wenig. Stellt Euch vor, nur einer geht in Erfüllung. Frustrierend! Neun Wünsche, Aufforderungen hingegen finde ich ein wenig unverschämt, abgesehen davon, dass deren Umsetzung mich überfordern könnte und ich mich verzettele. Fünf ist für mich eine praktikable Zahl.
An erster Stelle steht naturgemäß der dringlichste Wunsch. Mein Want! Manchmal fällt mir aber auch erst beim Nachdenken ein, was ich wirklich brauche. Mein Need! Wie dem auch sei. Ohne fünf Gedanken an mich beende ich meine Seiten nicht.
Auf den Briefumschlag schreibe ich meine derzeitige Adresse und ein Datum (natürlich in fünf Jahren). Dann lege ich den Brief weg. Ganz wichtig: An einen Ort, der nicht zu geheim ist! Sonst finde ich ihn z.B. nach einem Umzug nicht wieder, schmeiß ihn aus Versehen beim Aufräumen ins Altpapier oder vergesse ihn. Natürlich könnte ich den Brief auch in den Computer tippen und mir eine Erinnerung in den Kalender schreiben. In diesem speziellen Fall mag ich es lieber old-school und haptisch.
Wenn ich den Umschlag öffne, mache ich es feierlich. Immerhin sind es meine Gedanken von vor fünf Jahren, meine Wünsche, und die sollte man würdig, manchmal mit Nachsicht, aber immer freudig lesen.
Vor kurzem war es wieder so weit. Ich habe meinen Brief übrigens schnell gefunden. Er hängt mittlerweile an der Magnetwand in der Küche. Das Datum sprang mich schon seit Tagen an.
Im Kerzenschein mit einem Glas Rotwein war es soweit. Ich zog mich zurück und öffnete den Umschlag meines Ichs von vor fünf Jahren. Und bevor ich eigentlich richtig zum Lesen kam, sprang sie mir in die Augen, obwohl sie nicht an erster Stelle stand. Die immer wiederkehrende Aufforderung, die ich, seitdem ich Holly vor 24 Jahren kennengelernt habe, immer wieder an mich schreibe: „Pass auf Holly Golightly auf!“
Ich weiß nicht, ob Ihr Holly kennt. Das zarte verlorene Mädchen aus Tulip, Texas, das mit 14 bereits verheiratet war, mit 18 nach New York ging und seitdem eines der berühmtesten Partymädchen der Literatur und des Films wurde. Wenn Holly sich ganz verloren glaubt und das „rote Grausen“ kommt, geht sie zu Tiffanys an der Fifth Avenue, und fühlt sich dort geborgen.
Im Film hätte Holly von niemand besser verkörpert werden können als Audrey Hepburn (Regie: Blake Edwards, Buch: George Axelrod). Im Kurzroman „Frühstück bei Tiffany“ von Truman Capote hat Holly kurze blonde Haare.
„Pass auf Holly Golightly auf!“ Damit meine ich allerdings nicht die „richtige“ Holly, sondern die Holly in mir. Holly ist das Mädchen, das zum Träumen aufbrach, um sich zu finden. Trotz aller Verunsicherung und Ängste. Ohne Überwindung geht es nicht. Und wenn ich auf Holly aufpasse, sorge ich mich um mich. Um meine Träume. Um meine Ängste und deren Überwindung. Allerdings gehe ich nicht zu Tiffany. Ich war mal da. Aber der Zauber hat sich mir nicht so erschlossen. Ich habe ein anderes Tiffany. Jeder sollte ein „Tiffany“ haben, einen Ort der Geborgenheit.
Ich habe lange überlegt, warum diese Figur so eine Konstante in meinem Leben ist. Wir haben nicht sehr viel gemein, Holly und ich. Aber sie hat etwas bei mir ausgelöst. Vielleicht ist es ihre Verlorenheit.
Ihr habt sicherlich ganz andere Bücher- und/oder Filmheldinnen. Aber haben sie nicht eines gemeinsam? Wir fragen uns, was würden sie tun?
Ich frage mich auf jeden Fall, was würde Holly jetzt machen.
Vielleicht wieder mal einen Tag einlegen und all das machen, was sie noch nie zuvor gemacht hat?. Wie vormittags in New York spazieren gehen? Eine Bibliothek besuchen?

Es wird Zeit, ich muss den nächsten Brief an mich schreiben und meine fünf Wünsche. Einen kenne ich übrigens schon.

Eure Inès

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