Sonntag ist Markttag!

Heute ist Sonntag, das bedeutet hier: Markttag! Wir beginnen unsere Recherche auf den Märkten der Umgebung. Los geht es in dem kleinen Ort Sabinillas. Der Markt ist so groß wie zwei Fußballfelder, die Hälfte ist für Parkplätze reserviert. Ein Stand reiht sich an den anderen, bunt und laut, manchmal sind es nur ein Tisch und eine Waage, da ein Zelt, dort ein Kleintransporter mit vorgebautem Dach, oder einfach eine Decke. Von Haushaltströdel mit marokkanischen Teppichen, Körben und Lampen, über Taschen, Gürtel, Handyzubehör, Spielzeug bis hin zu einer riesigen Auswahl an Lebensmitteln. Gerade aus diesem Grunde sind wir hier. Kleine Stände von regionalen Anbietern mit saisonaler frischer Ware. Wir sind überwältigt, nicht nur von der Vielfalt, auch von den Preisen. Apfelsinen, Mandarinen süß und saftig, von der Sonne verwöhnt für 1 Euro pro Kilo, da kann man gar nicht so viel essen, wie man möchte. Überhaupt wird alles in Kilo angeboten, auch Mangos, Erdbeeren, Avocados, Zitronen 2 Kilo 1,50 Euro und so weiter. Wir als „100 Gramm-Deutsche“, die scheinbar alles viel zu teuer bezahlen müssen, geraten stark ins Nachdenken.
Wir schieben uns durch die Reihen. Oliven, Brot, Gewürze, Knoblauch, Öle, Wein, Honig. Wir entdecken einen kleinen Stand, an dem zwei Frauen Käse anbieten. Queso de cabra – Ziegenkäse aller Art, frisch oder gereift mit Kräutern oder weich, so ein Zwischending von Camembert und Mozarella, kräftig, gehaltvoll und zum Niederknien lecker. Die Ziegen, denen wir diese Köstlichkeiten verdanken, werden wir in den nächsten Tagen noch persönlich kennenlernen, aber das wissen wir heute noch nicht. Meine Augen laben sich an frisch geernteten großen Spinatblättern, Mangold, roten Beete, Pimientos. Wir kaufen unser erstes Pan de Casares (Brot aus Casares), Käse, Eier. Und wir nehmen auch noch eine ganze Karafita Aceitunas (Oliven) mit, die uns der freundliche und attraktive junge Mann für ein unglaublich günstigen Preis aus den großen Fässern in die Kanne schöpft. Am Ende unseres Rundgangs müssen wir noch an die Erdbeeren denken, die wir heute brauchen für unsere „Gaspacho de fresas“, es ist immerhin zur Zeit Erdbeerernte in Andalusien! Dieser Markt ist positiver Stress!

Auf diesem Markt am Waldesrand vor den Bergen kann man gut und gern den ganzen Sonntag verbringen. Der große Parkplatz ist brechend voll, die ersten fliegenden Händler mit Tüten voll von Ajo (Knoblauch) kommen uns rufend entgegen. Antiquarisches, Second Hand, Obst, Gemüse, Technik, Hüte, Kleider, Bücher, Uhren, Kaffee und Kuchen, Gegrilltes. Wir stürzen uns in den Trubel. Die Obst- und Gemüsestände sind ein Traum. Als Kunde wird man umgarnt, kann kosten. Gut, daß Ines fließend spanisch spricht, da können wir viel fragen, handeln und quatschen. Wir kaufen uns echte Plátanos, die aromatischen „Bananen“ von den Kanaren, lecker! Wir brauchen noch Tomaten und Mangold für unsere Suppen, die wir heute Abend hier vor Ort nachkochen wollen. Potaje de Vigilia, eine vegetarische Fastensuppe mit oder ohne Fisch und die Tomaten für die Salmorejo Cordobés, eine kalte, dickflüssige Suppe ähnlich der bekannten Gazpacho, die aus der Region um Córdoba  stammt.
An einem der Stände lernen wir Conchita kennen, sie kommt ursprünglich aus Bolivien und managt ihren Stand mit einem lauten und fröhlichen Lachen. Wir erfahren, daß sie mit Ihrem Mann zusammen hier in der Nähe einen ökologischen Gemüseanbau betreibt. Wir kaufen reichlich Salate ein und natürlich ein riesiges Bund frischen knackigen Mangold für 1 Euro versteht sich „Kommt doch einmal bei uns auf dem Hof vorbei“ sagt Conchita und wir verabreden uns gleich für die nächsten Tage auf ihrem Feld.
Später bleiben wir dann noch lange und ganz entspannt sitzen bei Cafe solo und Gebäck an einem der Freisitze,  schwatzen, planen und beobachten die Leute. Herrlich. 20 Grad, neue Sonnenbrille, Februar!

PS. Die Suppen sind köstlich und kommen defintiv in unser Buch!

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MY DAY RELOADED bietet Tipps, das Leben einfacher zu gestalten, stellt Ideen und Gedanken zum „Bessermachen“ vor. Denn kleine Auszeiten sind für jeden wichtig und notwendig – um neue Ausgangspositionen zu finden, starre Alltagssituationen aufzubrechen, manchmal völlig neu umzudenken und vor allem: um sich selbst nicht aufzugeben und das Träumen im Leben nicht zu vergessen.